«Motherfucker»-Video für Berlin Einzelfall
Ein solches Verhalten widerspreche den Maßstäben der Ausbildung und der inneren Führung der Bundeswehr, sagte der Ministeriumssprecher. Näher könne man sich derzeit zu dem noch offenen Verfahren nicht äußern. Dienstrechtliche Maßnahmen müssten genau geprüft werden.
Das Video stammt vom Juli 2006 und ist nach Angaben des Sprechers intern bereits seit Januar bekannt. Er wollte sich nicht festlegen, wie lange die Prüfung dienstrechtlicher Konsequenzen noch dauern werde - womöglich einige Wochen. Der Ausbilder wurde seit dem Vorfall im Juli 2006 aus der Feldwebel-Schmid-Kaserne in Rendsburg an einen anderen Standort versetzt, tut aber nach Auskunft der Bundeswehr weiter regulär seinen Dienst.
Der Ministeriale sprach in einem Interview vom Fernsehdienst der Nachrichtenagentur AP von einem Einzelfall. «In jeder Gesellschaft - in Deutschland, in Frankreich, in Großbritannien und in den Vereinigten Staaten - passiert so etwas, aber ich glaube, das ist ein isolierter Fall». Die 250.000 Soldaten der Bundeswehr spiegelten die Gesellschaft wider. «Ich glaube, das ist nicht ein speziell deutsches Problem.» Insgesamt sei die 50jährige Geschichte der Bundeswehr eine Erfolgsgeschichte. «Es ist wirklich selten, dass so etwas passiert», sagte Raabe in dem auf Englisch geführten Interview.
Der Bundeswehrverband forderte dienstrechtliche und gegebenenfalls auch strafrechtliche Konsequenzen, sollte sich der Fall bestätigen. Das Vorgehen des Ausbilders widerspreche allen Prinzipien der Ausbildung, insbesondere aber denen der Inneren Führung und sei zu verurteilen, sagte der stellvertretende Verbandsvorsitzende Ulrich Kirsch. (nz/AP)

