08. Apr 2007 12:43
Die Debatte um die politische Zukunft der Fürther Landrätin Pauli reißt nicht ab. In der CSU will man das Thema zu den Akten legen. Auch bei der Konkurrenz schwindet das Interesse.
Mit Blick auf die umstrittenen Latex-Fotos der Landrätin, aber auch auf die außereheliche Affäre des stellvertretenden CSU-Vorsitzenden Horst Seehofer betonte Glos, der CSU dürfe als großer Volkspartei zwar nichts Menschliches fremd sein. Derzeit stelle er aber Übertreibungen fest.Die Freien Wähler in Bayern drängen indessen die CSU-Politikerin Pauli, sich für einen möglichen Parteiwechsel schnell zu entscheiden. Der Chef der Freien Wähler, Hubert Aiwanger, forderte in der «tageszeitung» (taz) von Pauli eine Rückkehr zur Sachpolitik und eine schnelle Entscheidung. «Wenn Sie irgendwann politisch tot geprügelt ist, macht ein Wechsel zu uns keinen Sinn mehr.»
Die Freien Wähler böten der Fürther Landrätin keinesfalls eine bedingungslose Übernahme an, sagte Aiwanger weiter. «Es kommt darauf an, was sie uns bringt und auf die weitere Verweildauer bei der CSU.» Eine Kandidatur Paulis zur CSU-Vizechefin beim CSU-Parteitag im September hält Aiwanger für keine geeignete Grundlage einer Zusammenarbeit mit seiner Gruppierung. «Wenn sie dort scheitert, wird es natürlich schwierig, sie bei uns aufzunehmen», sagte er. (nz/dpa)