netzeitung.deMagazin «Focus» im Visier des BKA

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BKA forschte angeblich Journalisten aus (Illustrationsbild) (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe BKA forschte angeblich Journalisten aus (Illustrationsbild)
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Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Das BKA soll Journalisten des «Focus» ausgespäht haben. Hintergrund ist angeblich ein «schwunghafter Handel mit geheimen Terrorakten».

Nach der Affäre um die Bespitzelung und verdeckte Anheuerung von Journalisten durch den Bundesnachrichtendienst (BND) hat das NDR-Fernsehmagazin «Panorama» am Mittwoch von einer angeblichen Verquickung auch des Bundeskriminalamtes (BKA) in den Jahre zurückliegenden Fall berichtet. Laut «Panorama» soll das BKA in einer groß angelegten geheimen Aktion zwischen 2002 und 2004 Journalisten des Nachrichtenmagazins «Focus» ausgeforscht haben, um undichte Stellen im Bundeskriminalamt zu finden.

Wie «Panorama» weiter berichtete, gelang es den Ermittlern dabei zwar nicht, die entsprechenden Beamten zu identifizieren - doch soll es einen «schwunghaften Handel mit geheimen Terrorakten» gegeben haben. In den Fall soll nach diesen Angaben auch der im Zusammenhang mit früheren Geheimdienstaffären bekannt gewordene Agent Werner Mauss verwickelt gewesen sein.

Laut «Panorama» wurde in einem von der Staatsanwaltschaft München eingeleiteten Ermittlungsverfahren gegen «Focus»-Redakteure wegen Beihilfe ermittelt. Hierfür seien Millionen von Telefonverbindungsdaten erhoben und ausgewertet sowie Journalisten observiert worden.

Das Bundeskriminalamt wollte zu dem «Panorama»-Bericht am Mittwochnachmittag nicht Stellung nehmen. Er wird am Abend ausgestrahlt. Das BKA kündigte jedoch für Donnerstag in Wiesbaden eine Pressekonferenz zum Thema an. Auch vom «Focus» gab es zunächst keine Stellungnahme. (AP)