BND: Al Qaeda kann «jederzeit zuschlagen»
01.04.2007
Herausgeber: netzeitung.de
Nach Einschätzung des BND-Chefs sind die Terror-Organisation Al Al Qaeda und die islamisch-fundamentalistische Taliban «revitalisiert»: «Die Offensive des islamistischen Terrorismus ist zurzeit ein sich selbst tragender Prozess.»
Uhrlau kritisierte dem Bericht zufolge in diesem Zusammenhang die Entscheidung der afghanischen und italienischen Regierung, im Austausch für den italienischen Journalisten Daniele Mastrogiacomo fünf Taliban-Aktivisten freizulassen.
Uhrlau verteidigte zugleich den Entschluss, den Bremer Guantánamo-Rückkehrer Murat Kurnaz 2002 und 2005 nicht nach Deutschland zurückgelassen zu haben. Zu der Entscheidung stehe er auch heute noch, mit allen späteren Informationen über die damalige Situation.
Zugleich klagte Uhrlau über die massive Kritik an der damaligen rot-grünen Bundesregierung: «Leider wird in der öffentlichen Debatte die Kategorie Moral oft als Totschlagargument missbraucht ohne über Begriffe wie Recht und Sicherheit und daraus erwachsende Verantwortung zu reden.» Der Untersuchungsausschuss sei rufschädigend für den BND und erschwere es, geeignetes Personal zu finden, wird Uhrlau zitiert. (AP)

