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BND: Al Qaeda kann «jederzeit zuschlagen»

01. Apr 2007 13:27
Al-Qaeda-Chef Osama bin Laden
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Der deutsche Auslandsgeheimdienst betrachtet das Terrornetzwerk Al Qaeda und die Taliban als wieder erstarkt. Für den BND zählt Deutschland zu den besonders gefährdeten Ländern.

Der Präsident des Bundesnachrichtendienstes (BND), Ernst Uhrlau, hat vor möglichen Terroranschlägen islamistischer Gewalttäter in Deutschland gewarnt. Al-Qaeda-Anhänger könnten «überall und jederzeit zuschlagen - auch in und gegen Deutschland», zitiert das Nachrichtenmagazin «Der Spiegel» Uhrlau.

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Deutschland zähle auf Grund des Afghanistan-Einsatzes zu den Ländern, die besonders gefährdet seien. «Machen wir uns nichts vor: Wir gehören aus Sicht der Terror-Urheber und ihrer Helfershelfer zu den Kreuzrittern», wird Uhrlau zitiert.

Nach Einschätzung des BND-Chefs sind die Terror-Organisation Al Al Qaeda und die islamisch-fundamentalistische Taliban «revitalisiert»: «Die Offensive des islamistischen Terrorismus ist zurzeit ein sich selbst tragender Prozess.»

Uhrlau kritisierte dem Bericht zufolge in diesem Zusammenhang die Entscheidung der afghanischen und italienischen Regierung, im Austausch für den italienischen Journalisten Daniele Mastrogiacomo fünf Taliban-Aktivisten freizulassen.

Uhrlau verteidigte zugleich den Entschluss, den Bremer Guantánamo-Rückkehrer Murat Kurnaz 2002 und 2005 nicht nach Deutschland zurückgelassen zu haben. Zu der Entscheidung stehe er auch heute noch, mit allen späteren Informationen über die damalige Situation.

Zugleich klagte Uhrlau über die massive Kritik an der damaligen rot-grünen Bundesregierung: «Leider wird in der öffentlichen Debatte die Kategorie Moral oft als Totschlagargument missbraucht ohne über Begriffe wie Recht und Sicherheit und daraus erwachsende Verantwortung zu reden.» Der Untersuchungsausschuss sei rufschädigend für den BND und erschwere es, geeignetes Personal zu finden, wird Uhrlau zitiert. (AP)

 
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