27. Mrz 2007 15:29
Durch Alkoholsucht sterben mehr Menschen als durch Verkehrsunfälle und Selbsttötungen. Die meisten Todesfälle sind Männer.
Betroffen waren rund 12.200 Männer und 4100 Frauen. In Bayern stellten die Statistiker mit etwa 13 Alkohol-Toten je 100.000 Einwohner die niedrigste alkoholbedingte Sterblichkeit fest, in Mecklenburg-Vorpommern die höchste (34 je 100.000 Einwohner). Ungeachtet dessen plädierte die Union für verstärkte Kontrollen in Gaststätten, um vor allem Alkoholexzesse Jugendlicher zu verhindern. Der innenpolitische Sprecher der CDU/CSU-Fraktion, Hans-Peter Uhl, wandte sich am Dienstag damit gegen Forderungen nach Alkoholverboten bei «Koma-Saufen». Denn, so Uhl, auch die geltende Gesetzeslage ermögliche es, Gesundheitsschäden bei Jugendlichen auf Grund von Alkoholexzessen entgegen zu wirken. Es empfehle sich, «dass Vollzugsbeamte der Polizei und des Jugendschutzes Gaststätten, die mit so genannten Flatrates werben, gezielt und wiederholt aufsuchen», meinte der CSU-Politiker.
So könnte nach Uhls Ansicht Wirten die Lizenz versagt werden, wenn Vorschriften des Jugendschutzes nicht eingehalten werden oder wenn dem Alkoholmissbrauch Vorschub geleistet wird. Es sei auch verboten, alkoholische Getränke an erkennbar Betrunkene zu verabreichen. Bei gezielten Kontrollen «können unmittelbar etwaige Verstöße gegen die Jugendschutzbestimmungen und das Gaststättengesetz festgestellt werden», meinte Uhl. «Der Konzessionsentzug wird dann zumindest die öffentliche Werbung mit dem billigen Alkoholexzess für Jugendliche beenden.» (dpa/AP)