22. Mrz 2007 18:22
Die Koalition hat sich auf ein neues Unterhaltsrecht geeinigt. «Wir haben uns durchgesetzt», meint die Union, denn sie habe den besonderen Schutz der Ehe gesichert.
Im zweiten Rang sollen nun alle kinderbetreuenden Ehefrauen oder -männer sowie langjährige Ehepartner versorgt werden, wie Zypries erklärte. Erst im dritten Rang folgen unverheiratete Partner. Dieser Kompromiss weicht von den ursprünglichen Plänen der SPD-Politikerin ab, nach denen diejenigen, die Kinder betreuen, bevorzugt werden sollten - unabhängig davon, ob es sich um geschiedene Eheleute oder neue Lebenspartner handelt.CDU/CSU-Fraktionsgeschäftsführer Norbert Röttgen zeigte sich dementsprechend zufrieden. «Wir haben uns durchgesetzt. Ich sage das aber ohne jede Note von Triumph», bilanzierte er. In der Diskussion mit der SPD hätten am Ende die besseren Argumente gewonnen, insbesondere sei der besondere Schutz der Ehe gesichert worden.
Röttgen lobte, dass künftig beim Unterhalt die Regel gelte: «Zuerst die Kinder, dann die Erwachsenen.» Auf Wunsch der Union soll künftig die Pflicht, möglichst bald nach der Trennung wieder arbeiten zu gehen und ohne Unterhalt auszukommen, künftig gleichermaßen für ehemals Verheiratete und nicht Verheiratete gelten. Voraussetzung ist aber, dass die Erwerbstätigkeit mit der Kinderbetreuung zu vereinbaren ist. Strikte Fristen soll es laut Röttgen dabei nicht geben.