14. Mrz 2007 16:53
Erst sprach er von «Gebärmaschinen», nun sind arbeitende Mütter von Kleinkindern die «Arbeitskräftereserve der Industrie»: Der Augsburger Bischof Mixa lässt nicht nach.
Mixa klagt, Frauen, die sich ihren Kindern in deren ersten Lebensjahren voll und ganz widmen wollten, fühlten sich durch die Politik «an den Rand gedrängt». Eine echte Wahlfreiheit zwischen Berufstätigkeit und häuslicher Kindererziehung hätten Frauen erst dann, wenn Familien vom Staat so gefördert würden, dass sie von nur einem Einkommen leben könnten. Ministerin von der Leyen strebt dagegen an, die Zahl der Betreuungsplätze für Kleinkinder in den nächsten Jahren zu verdreifachen. Kürzlich versagte ihr die Union jedoch die Unterstützung dafür.«Meine Kritik richtet sich nicht gegen berufstätige Mütter», betont Mixa. «Mir geht es darum, dass die Bedeutung der Mutter in unserer Gesellschaft aufgewertet und das Wohl von Müttern und Kindern vor arbeitsmarktpolitische Überlegungen gestellt wird.» (nz/dpa)