Der FDP-Generalsekretär kritisierte, dass Merkel derzeit gemeinsam mit der EU-Kommission «viel heiße Luft» produziere. So würden Themen wie Tempolimit und Fahrverbote «wieder zu Symbolthemen aufgeblasen», während der Auseinandersetzung mit den großen Klimasündern aus dem Weg gegangen werde. Dabei werden nach Ansicht Niebels andere Länder beim Klimaschutz erst dann mitziehen, wenn Europa und die USA gemeinsam vorangehen. «Das zu erreichen, wäre ein wirklich geeigneter Beitrag Deutschlands, um der globalen Herausforderung gerecht zu werden», sagte er und fügte hinzu: «Wir kommen beim weltweiten Klimaschutz voran, wenn sich auch die USA auf verbindliche Emissionsobergrenzen verpflichten.»Auch der Chef der Umweltbehörde der Vereinten Nationen (UN), Achim Steiner, forderte, die USA sollten sich stärker beim weltweiten Klimaschutz engagieren und sich «auf international verbindliche Emissionsobergrenzen verpflichten». Mit Blick auf das am Donnerstag beginnende Umweltministertreffen der G-8 in Potsdam sagte Steiner, nach Auffassung der Uno sei es dort die zentrale Aufgabe, neben den USA auch andere Industrienationen wie Kanada, Australien und Japan zu mehr Klimaschutz zu verpflichten. «Ich erwarte, dass wir in Potsdam den nächsten Schritt in diese Richtung gehen.» Europa und die USA müssen nach Ansicht Steiners weltweite Vorreiter beim Klimaschutz sein.