10. Mrz 2007 13:48
Der Einsatz der Bundeswehr in Afghanistan ist erst beendet, wenn die Taliban besiegt sind, stellt SPD-Politiker Struck fest. Der frühere Verteidigungsminister hält das in frühestens zehn Jahren für möglich.
Gleichzeitig sprach er sich gegen einen Einsatz der Bundeswehr im heiß umkämpften Süden des Landes aus. «Wir werden keine Kampftruppen in den Süden entsenden. Da ist die Grenze», stellte er klar. Aufklärungs-Tornados seien etwas anderes. Das könne man dem Bündnispartner unmöglich verweigern.Verständnis äußerte Struck für die 69 SPD-Abgeordneten, die am Freitag im Bundestag gegen den Einsatz gestimmt hatten. «Die hohe Zahl an Ablehnern drückt das Unbehagen über die Erkenntnis aus, dass der zivile Wiederaufbau Afghanistans nur möglich ist, wenn er militärisch begleitet wird», sagte Struck dem Blatt. «Vielen wird erst jetzt klar, was ich seit langem betone: Bei Auslandseinsätzen können Soldaten getötet werden und in die Lage geraten, andere töten zu müssen.» Struck plädierte für eine Grundsatzdebatte über die Notwendigkeit von Auslandseinsätzen. (AP)