09. Mrz 2007 20:28
Ein im Zuge der BND-Affäre entlassener «Focus»-Journalist hat die Klage gegen seine Kündigung zurückgezogen. Er beharrt jedoch darauf, keine Kollegen bespitzelt zu haben.
Wie das Nachrichtenmagazin am Freitag mitteilte, nahm der betroffene Journalist in der Berufungsverhandlung vor dem Oberlandesgericht München auf Anraten der Kammer seine Klage gegen die Kündigung zurück. Zuvor habe er einräumen müssen, auch während seiner Zeit als «Focus»-Mitarbeiter für den BND im Einsatz gewesen zu sein. Der betroffene Journalist wies jedoch Vorwürfe des «Focus»-Herausgebers Helmut Markwort zurück, er habe ihn und die Redaktion getäuscht und sei ein «BND-Agent».
Das Magazin habe ihn damals vor allem wegen seiner Verbindungen zu den Sicherheitskreisen engagiert.
Die Kündigung vom November 2004 war laut dem Journalisten eineinhalb Jahre vor der BND-Affäre aus völlig anderen Gründen erfolgt, und er habe in erster Instanz 2005 beim Landgericht München mit seiner Klage gegen die Vertragsauflösung Recht bekommen. Erst danach habe «Focus» die BND-Vorwürfe als Kündigungsgrund nachgeschoben.