BND-Affäre: «Focus» setzt Kündigung durch
09.03.2007
Herausgeber: netzeitung.de
Zuvor habe er einräumen müssen, auch während seiner Zeit als «Focus»-Mitarbeiter für den BND im Einsatz gewesen zu sein. Der betroffene Journalist wies jedoch Vorwürfe des «Focus»-Herausgebers Helmut Markwort zurück, er habe ihn und die Redaktion getäuscht und sei ein «BND-Agent».
Das Magazin habe ihn damals vor allem wegen seiner Verbindungen zu den Sicherheitskreisen engagiert.
Die Kündigung vom November 2004 war laut dem Journalisten eineinhalb Jahre vor der BND-Affäre aus völlig anderen Gründen erfolgt, und er habe in erster Instanz 2005 beim Landgericht München mit seiner Klage gegen die Vertragsauflösung Recht bekommen. Erst danach habe «Focus» die BND-Vorwürfe als Kündigungsgrund nachgeschoben.
Im vergangenen Jahr hatte ein Bericht des als Sonderermittler eingesetzten ehemaligen Bundesrichters Gerhard Schäfer Vorwürfe bestätigt, wonach der BND teils jahrelang rechtswidrig Journalisten bespitzelt und Reporter als Agenten eingesetzt hatte. Auch «Focus» war dabei Ziel von BND-Aktionen. (AP)

