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Merkel als Hitler verunglimpft

02. Mrz 2007 15:11
Merkel mit Hitler-Schnauz
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Ein polnisches Magazin attackiert den «EU-Faschismus» und macht dafür die deutsche Kanzlerin verantwortlich. Dass Merkel dabei in Nazi-Montur gezeigt wird, könnte das deutsch-polnische Verhältnis abermals belasten.

Das Magazin einer radikalen polnischen Splitterpartei hat auf seiner Titelseite Bundeskanzlerin Angela Merkel in einer Fotomontage als Hitler dargestellt. Daneben prangt in roten Buchstaben die Überschrift der Titelstory: «Der EU-Faschismus in der Offensive».

Mehr in der Netzeitung:
  • Vertriebenen-Präsidentin als Nazi-Domina 20. Sep 2003 11:54, ergänzt 13:06
  • Das Magazin «Czas» gilt als Sprachrohr der anti- europäischen Unia Polityki Realnej (Union für Realpolitik - UPR). In der Partei, die bei Umfragen in Polen nie über ein Prozent hinauskommt, tummeln sich Monarchisten, Libertäre, Konservative, Klerikale und Anarcho-Kapitalisten.

    Warum das so ist, wird deutlich, wenn man das Parteiprogramm der UPR liest. Dort werden unverhohlen die nationalen Interessen Polens in den Mittelpunkt gestellt. Gefordert wird die absolute Freiheit des Einzelnen, keine Arbeitslosenunterstützung, keinerlei Intervention des Staates in die Wirtschaft, keine staatliche Sozialversicherung, keine staatliche Rentenversicherung, keine Rückgabe von Eigentum der jüdischen Gemeinden, da keine rechtliche Kontinuität zwischen damaligen und heutigen Besitzern bestehe.

    Steinbach auf Schröder

    Dass bei all diesen Forderungen die Wahrung von Polens Interessen in der Welt an erster Stelle steht, versteht sich fast schon von selbst.

    Bereits in der Vergangenheit hatte ein anderes polnisches Wochenmagazin mit Nazi-Anspielungen für Aufsehen gesorgt. Damals ließ das polnische Wochenmagazin «Wprost» die Präsidentin des Bundes der Vertriebenen, Erika Steinbach (CDU), ebenfalls in Nazi-Uniform auf dem Rücken des damaligen Kanzlers Gerhard Schröder (SPD) reiten. Hintergrund war die Diskussion um ein so genanntes Zentrum gegen Vertreibungen, das das Leid der zum Ende des Zweiten Weltkrieges aus Polen und Tschechien vertriebenen Deutschen beleuchten sollte. (nz)

     
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