Merkel als Hitler verunglimpft
Warum das so ist, wird deutlich, wenn man das Parteiprogramm der UPR liest. Dort werden unverhohlen die nationalen Interessen Polens in den Mittelpunkt gestellt. Gefordert wird die absolute Freiheit des Einzelnen, keine Arbeitslosenunterstützung, keinerlei Intervention des Staates in die Wirtschaft, keine staatliche Sozialversicherung, keine staatliche Rentenversicherung, keine Rückgabe von Eigentum der jüdischen Gemeinden, da keine rechtliche Kontinuität zwischen damaligen und heutigen Besitzern bestehe.
Bereits in der Vergangenheit hatte ein anderes polnisches Wochenmagazin mit Nazi-Anspielungen für Aufsehen gesorgt. Damals ließ das polnische Wochenmagazin «Wprost» die Präsidentin des Bundes der Vertriebenen, Erika Steinbach (CDU), ebenfalls in Nazi-Uniform auf dem Rücken des damaligen Kanzlers Gerhard Schröder (SPD) reiten. Hintergrund war die Diskussion um ein so genanntes Zentrum gegen Vertreibungen, das das Leid der zum Ende des Zweiten Weltkrieges aus Polen und Tschechien vertriebenen Deutschen beleuchten sollte. (nz)

