23. Feb 2007 08:48
Mit seiner Kritik, die Familienministerin degradiere Frauen zu «Gebärmaschinen», stellt sich der Augsburger Bischof Mixa gegen die eigene Kirche. Entsprechend sind die Reaktionen.
Entsprechend reserviert reagierten auch Vertreter der katholischen Kirche. Der Generalsekretär des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), Stefan Vesper, sprach sich für «mehr Ruhe und Sachlichkeit» in der familienpolitischen Debatte aus. Er bedaure, «dass diese Diskussion jetzt noch emotionaler geführt wird. Mich verwundert diese scharfe Reaktion». Eltern müssten eine echte Wahlfreiheit erhalten und sich frei entscheiden können, ob sie ihre Kinder auch in den ersten drei Lebensjahren während der Arbeitszeit in eine Betreuungseinrichtung geben. Der Berliner Erzbischof, Georg Kardinal Sterzinsky, hielt von der Leyen jedoch entgegen, si müsse auch Eltern, die um der Kinder willen auf Erwerbstätigkeit verzichten, angemessen fördern. Neben der finanziellen Förderung bedeute dies auch, herauszustellen, welche Vorteile und positive Auswirkungen die häusliche Betreuung habe. Eltern müssten «Wahl- und Entscheidungsfreiheit» haben. Eltern, die ihr Kind nicht frühzeitig in eine Kindertagesstätte geben, dürften deswegen kein schlechtes Gewissen haben müssen. (nz)