Zweites großes Gipfelthema wird nach den Worten Merkels der Klimaschutz sein. Die jüngst veröffentlichten Forschungsergebnisse hätten gezeigt, dass es eine durch Menschen verursachte Erwärmung des Klimas gebe. Wenn die Entwicklung so weiter gehe, werde es auf der Zugspitze im Jahr 2020 keinen Gletscher mehr geben. Und in Spanien und Portugal versteppten ganze Regionen. «Wir müssen etwas tun und dabei in Deutschland und Europa anfangen», rief Merkel aus.Sie bezeichnete es zugleich als «riesige Chance für unsere Landwirtschaft, in nachwachsende Rohstoffe zu investieren». Damit werde die subventionierte Landwirtschaft ganz neue Möglichkeiten bekommen.
Der SPD sage sie aber auch klar, wer bis 2020 aus der Kernenergie aussteigen wolle, müsse sagen, wo anders er einsteigen wolle, ohne neuen Ausstoß von Kohlendioxid zu erzeugen. Die Kanzlerin räumte ein, dass man auch bei Autos über eine Reduktion des Schadstoffausstoßes nachdenken müsse. Das könne aber nicht so aussehen, dass Länder mit kleinen Autos alleine den Anteil aufbringen müssten. Die Lasten müssten fair verteilt sein.
Schließlich produziere Europa nur 15 Prozent des weltweiten Kohlendixod-Ausstoßes. Die Länder der G-8 und der bei dem Gipfel vertretenen Gaststaaten aber erzeugten 90 Prozent des weltweiten Ausstoßes. Deshalb werde sie in Heiligendamm sagen: «Wenn sich nicht alle beteiligen, werden wir keinen Erfolg haben», betonte die Kanzlerin. (AP)