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Edmund Stoiber – 14 Jahre Landesvater in Bayern

18. Jan 2007 15:06
Edmund Stoiber
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Die so genannte Amigo-Affäre hat Max Streibl 1993 in Bayern zu Fall gebracht. Stoiber wurde sein Nachfolger und blieb 14 Jahre im Amt.

Fast 14 Jahre lang stand Edmund Stoiber an der Spitze Bayerns. Die Demontage des 65 Jahre alten Ministerpräsidenten und CSU-Chefs dauerte nur wenige Wochen. Auslöser war kurz vor Weihnachten 2006 die so genannte Spitzelaffäre um die Fürther Landrätin Gabriele Pauli. Doch die Erosion von Stoibers Macht hatte schon im Herbst 2005 mit seinem Rückzieher aus Berlin begonnen.

Stoiber hatte in den Koalitionsverhandlungen ein Superministerium für Wirtschaft und Technologie für sich herausgeschlagen. Doch dann verzichtete er plötzlich und kehrte nach Bayern zurück. Stoibers persönliche Sympathiewerte kamen seitdem nicht mehr aus dem Tief. Den Unmut in der großen Koalition in Berlin zog sich Stoiber mit seinem Zick- Zack-Kurs bei den Verhandlungen zur Gesundheitsreform zu.

Triumph bei Wahl 2003

Im Herbst 2002 verpasste Stoiber als Unions-Kanzlerkandidat gegen Gerhard Schröder (SPD) hauchdünn das wichtigste politische Amt in Deutschland. Der CSU-Chef hatte sich beim legendären Frühstück in Wolfratshausen im Januar 2002 als Kandidat gegen Angela Merkel (CDU) durchgesetzt.

Zum persönlichen Triumph wurde die bayerische Landtagswahl 2003. Die CSU erreichte erstmals die Zwei-Drittel-Mehrheit im Landtag. Ausgestattet mit großer Machtfülle - seit 1999 war Stoiber auch CSU- Parteichef - verordnete er dem Freistaat ein hartes Reformprogramm. Angebote, Bundespräsident oder EU-Kommissionspräsident zu werden, schlug Stoiber danach aus.

Der am 28. September 1941 in Oberaudorf am Inn geborene Stoiber begann seine Parteikarriere in der Jungen Union. 1974 zog er erstmals in den bayerischen Landtag ein. Sein Ziehvater Franz Josef Strauss machte ihn 1978 zum CSU-Generalsekretär. Später wurde Stoiber Chef der Staatskanzlei und 1988 Innenminister im Kabinett von Max Streibl. Den Posten des Ministerpräsidenten übernahm Stoiber im Mai 1993 von Streibl, der im Zuge der «Amigo-Affäre» um Freiflüge und Gratisreisen zurücktreten musste. (dpa)

 
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