18. Jan 2007 14:18, ergänzt 15:23
Der bayerische Ministerpräsident Stoiber hat seinen Rückzug von dem Posten angekündigt. Auf dem kommenden Parteitag will er zudem nicht mehr für den Vorsitz der CSU kandidieren.
Damit zieht der CSU-Chef die Konsequenz aus der anhaltenden Diskussion über seine politische Zukunft. Zuvor war gemeldet worden, der bayerische Innenminister Günther Beckstein und Wirtschaftsminister Erwin Huber hätten sich bereits auf eine Nachfolgeregelung geeinigt. Danach soll Beckstein neuer Ministerpräsident werden und Huber das Amt des CSU-Vorsitzenden übernehmen.In der CSU-Landesgruppe im Bundestag gibt es dagegen jedoch Widerstand. Die Nachfolge Stoibers sei «in einem geordneten Verfahren» zu regeln. Wenn Stoiber seinen Rückzug ankündige, sei dies noch keine endgültige Festlegung auf die Nachfolger, hieß es aus Kreisen der CSU-Landesgruppe. Die Bundestagsabgeordneten wollen in eine Lösung eingebunden werden.
Der Vorstand der Landesgruppe erwog am Freitag die gesamte Landesgruppe zu einer Sondersitzung zusammenzurufen. Ramsauer selbst hatte betont, eine klare Festlegung über potenzielle Nachfolger von Stoiber gebe es nicht. Wie zur Bekräftigung meldete sich ein CSU-Vize Horst Seehofer und kündigte seinen Anspruch auf den CSU-Vorsitz an. Der Bundeslandwirtschaftsminister «Nach allem, was führende Partei- und Regierungsmitglieder zu mir gesagt haben, erwarte ich, dass mit mir über den Parteivorsitz gesprochen wird», sagte Seehofer dem Ingolstädter «Donaukurier». (nz)