CSU-Landesgruppenchef Ramsauer gab zu bedenken, er halte es für verfrüht, «das Fell des Bären zu verteilen und auch für völlig falsch». Ramsauer verlangte ein Mitentscheidungsrecht der Landesgruppe bei der Besetzung des Amts des Parteivorsitzenden und brachte dafür die CSU-Bundesminister Michael Glos und Horst Seehofer ins Gespräch. Insbesondere die Besetzung des Amtes des Parteivorsitzenden tangiere die Landesgruppe in ihrem bundespolitischen Anspruch. Beckstein wies darauf hin, dass derzeit noch «in einer offenen Weise diskutiert» werde. «Die Gespräche werden noch erhebliche Zeit benötigen.» Der Innenminister fügte aber hinzu: «Es ist selten, dass etwas völlig aus der Luft gegriffen ist.» Die Frage, ob die Partei 2008 erneut mit Stoiber antritt, «ist eine von mehreren Möglichkeiten».
In Kreuth hieß es, Bedingung aller Nachfolge-Modelle sei es, dass Stoiber die Lösung selbst vorschlage. «Das ist sein höchstpersönliches Recht», sagte ein CSU-Politiker. Stoiber habe sich höchste Verdienste um die CSU erworben. Es habe sich bei den Gesprächen sehr schnell herausgestellt, dass das Tandem Beckstein- Huber ein «für ganz Bayern konsensuales Modell» sei - «von Nord nach Süd und von Ost nach West».