18. Jan 2007 11:41
Erwin Huber galt lange als Edmund Stoibers treuester Vasall. Jetzt soll der Niederbayer das Amt des CSU-Chefs übernehmen.
Seit 1978 im Landtag, berief Franz Josef Strauß den forschen Huber zehn Jahre später zum CSU-Generalsekretär. 1994 holte Stoiber ihn in die Staatskanzlei, gut ein Jahr später bekam der einstige Steuerinspektor seinen Traumjob als Finanzminister. 1998 wurde er Staatskanzleichef. Die undankbare Aufgabe als zweiter Mann hinter Stoiber erfüllte Huber stets loyal. Seit 2003 geriet er als Hauptarchitekt der Verwaltungsreform in Bayern in die Schusslinie von Opposition und Lobbyverbänden. Die Verwaltungsreform kostete ihn auch Popularität in der CSU-Landtagsfraktion. Maßgeblich schrieb Huber 2005 am Unions-Wahlprogramm mit, auch war er in führender Rolle für die CSU an den Koalitionsverhandlungen beteiligt. Einen Wechsel nach Berlin hatte Huber stets abgelehnt, obwohl ihm von CDU-Seite her die Türen offen gestanden hätten. (nz/dpa)