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Beckstein und Huber sollen Stoiber ablösen

18. Jan 2007 10:08, ergänzt 11:27
Die beiden Nachfolger: Beckstein (l.) und Huber
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Der CSU-Streit über die politische Zukunft des bayerischen Ministerpräsidenten Stoiber ist beigelegt. Wie mehrere Abgeordnete und ein Kabinettsmitlied bestätigten, sind die Nachfolger für Stoibers Ämter gefunden.

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Der bayerische Innenminister Günther Beckstein hat sich mit seinem Kabinettskollegen Erwin Huber auf die Nachfolge des bayerischen Ministerpräsidenten Edmund Stoiber (alle CSU) geeinigt. Das berichten übereinstimmend mehrere Nachrichtenagenturen unter Berufung auf Fraktionskreise.

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Stoiber signalisierte indirekt Zustimmung zu der Lösung. Aus der CSU-Landtagsfraktion hieß es, Stoiber habe sich zwar noch nicht endgültig mit der der Nachfolgeregelung einverstanden erklärt. Er habe die Lösung, dass Beckstein Regierungschef und Wirtschaftsminister Huber Parteivorsitzender werden sollen, aber selbst mit angedacht, hieß es. Stoiber habe es aber nicht so rasch publik machen wollen. Er habe zuerst die Stimmung an der Basis testen wollen.

Der Landesgruppenchef der CSU im Bundestag, Peter Ramsauer, zeigte sich ahnungslos und meinte ebenfalls, es sei noch keine endgültige Entscheidung im Führungsstreit um Stoiber gefallen. «Eine solche Festlegung gibt es aus meiner Sicht nicht», sagte Ramsauer der Nachrichtenagentur dpa in Berlin. Er halte es für verfrüht, «das Fell des Bären zu verteilen und auch für völlig falsch». Ramsauer verlangte ein Mitspracherecht der Landesgruppe bei der Besetzung des Amts des Parteivorsitzenden und brachte dafür die CSU-Bundesminister Michael Glos und Horst Seehofer ins Gespräch.

Am Samstag ausgehandelt

Den Berichten zufolge soll Beckstein Ministerpräsident werden und Huber Parteichef. Die Nachrichtenagentur dpa nannte als Quelle mehrere CSU-Abgeordnete sowie ein Kabinettsmitglied. «Das gibt jetzt eine ganz schnelle Lösung.»

Die Nachfolgeregelung sei demnach am Vorabend am Rande der Winterklausur der CSU-Landtagsfraktion in Wildbad Kreuth ausgehandelt worden. An den Gesprächen seien Stoiber, Huber und Beckstein beteiligt gewesen.

Rückzieher Stoibers

Ab wann der Machtwechsel vollzogen werden soll, ist noch unklar. Es werde jedoch möglicherweise bereits am Montag mit einer Entscheidung im CSU-Parteivorstand gerechnet. «Das wäre die Versöhnung von 2005», sagte ein Fraktionsmitglied.

Huber und Beckstein hatten noch im Herbst 2005 um die Nachfolge Stoibers als Ministerpräsident konkurriert, als dieser über ein Ministeramt in der großen Koalition in Berlin verhandelte. Stoiber machte dann aber einen Rückzieher. (nz)

 
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