Erst vier Jahre später, im Juli 2006, erkannte die US-Regierung die Genfer Konvention auch für so genannte feindliche Kämpfer an. Washington versteht unter diesem nicht dem Völkerrecht entstammenden Begriff Menschen, die im Anti-Terror-Krieg festgenommen wurden. Allerdings gilt die Anerkennung nur für Gefangene des Militärs, nicht aber für die unbekannte Zahl von durch den Geheimdienst CIA gefangenen. Das portugiesische Außenministerium bestätigte unlängst, dass es noch Ende Dezember CIA-Flüge zum Stützpunkt Guantánamo gegeben hat. Es gibt außerdem Berichte, wonach das in Stuttgart-Vaihingen beheimatete Oberkommando der US-Streitkräfte in Europa Eucom bei der Verschleppung Terrorverdächtiger eine Schaltzentrale war. Daher beklagte der CIA- Untersuchungs- Ausschuss des Europäischen Parlaments fehlende Kontrollmöglichkeiten auf US-Militärstützpunkten in Europa.