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Linkspartei kritisiert Nahost-Initiative Merkels

06. Jan 2007 14:16
Naher Osten
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Die Linkspartei hält die Bemühungen der Bundesregierung um Frieden im Nahen Osten für unzureichend. Fraktionschef Lafontaine zeigte sich enttäuscht von der jüngsten Initiative der Kanzlerin während ihres USA-Besuchs.

Der Vorsitzende der Linksfraktion im Bundestag, Oskar Lafontaine, hat sich skeptisch zur jüngsten Nahost-Initiative von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) geäußert. Zwar habe Merkel bei ihrem Treffen mit US-Präsident George W. Bush in Washington vorgeschlagen, dass das Nahost-Quartett seine Arbeit wieder aufnehmen solle. «Aber weder sie noch Bush haben deutlich gemacht, welche Ziele das Quartett verfolgen soll», kritisierte Lafontaine im Gespräch mit der Netzeitung.

Mehr in der Netzeitung:
Zugleich betonte der Linksfraktionschef, «dass nur eine konsequente Beachtung des Völkerrechts durch alle Beteiligten Grundlage eines Friedensprozesses sein» könne. Dazu zählt aus seiner Sicht auch die «strikte Einhaltung» des Atomwaffensperrvertrages. «Ziel muss sein, den Nahen Osten zur atomwaffenfreien Zone zu machen», forderte Lafontaine unter Hinweis auf einen Vorschlag der ehemaligen US-Außenminister Henry Kissinger und George Shultz. Die beiden hatten sich zusammen mit anderen prominenten US-Politikern für einen stärkeren Abbau amerikanischer Atomwaffen ausgesprochen. «Diese Anregung könnte insbesondere im Nahen Osten Anwendung finden», sagte Lafontaine.

Bewegung im Nahost-Konflikt

Oskar Lafontaine
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Die Bundesregierung hatte zuvor angekündigt, ihre Bemühungen zu verstärken, die Annäherung zwischen Israel und den Palästinensern durch Initiativen ihrer EU-Präsidentschaft zu unterstützen. Dazu soll es bereits in Kürze zu einem Treffen des Nahost-Quartetts kommen, dessen Arbeit seit Jahren ruht. Regierungssprecher Ulrich Wilhelm kündigte für Anfang Februar eine Reise von Kanzlerin Angela Merkel in die Region an. Auch bei Merkels Treffen mit Bush am Donnerstag in Washington spielte der Nahost-Konflikt eine wichtige Rolle.

In den Konflikt war in den vergangenen Wochen Bewegung gekommen. Israels Ministerpräsident Ehud Olmert hatte sich im Dezember erstmals mit Palästinenserpräsident Mahmud Abbas getroffen und anschließend den Abbau von Kontrollpunkten sowie weitere Erleichterungen für Palästinenser angekündigt.

Reise in vier Staaten

Angela Merkel und George W. Bush
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Merkel hatte weitere Fortschritte in Nahost zu einem der wichtigsten Ziele ihres EU-Vorsitzes erklärt. Anfang Februar reist sie daher in vier Staaten der Region: Vom 3. bis zum 6. Februar besucht sie Ägypten, Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate und Kuwait.

Die bislang wichtigste Initiative des Nahost-Quartetts war die Erarbeitung eines Stufenplans für eine Friedenslösung in Nahost, die so genannte Road Map. (nz)

 
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