31. Dez 2006 13:10
Die radikal-islamische Organisation Milli Görüs baut ihr Netzwerk an Universiäten aus. An Kopftuch-Trägerinnen werden Stipendien vergeben.
Mit Stipendien unterstütze die Vereinigung streng religiöse Türkinnen, die wegen des Kopftuchverbots in ihrer Heimat hier studierten, hieß es. Ein Milli-Görüs-Vertreter sprach demnach von jährlich etwa 250 Studienstipendien der Organisation in Europa. Rund 150 davon gingen an Frauen, die auf Grund von Kopftuchverboten in Deutschland oder Österreich studierten. Die Zahl der Stipendien steige.
Für den kommenden März lädt Milli Görüs zu einem europaweiten Studententreffen nach Hagen in Nordrhein-Westfalen ein. «Wir erwarten rund 1500 Studenten überwiegend aus Deutschland - allesamt Mitglieder oder Sympathisanten», erklärte Mesud Gülbahar. Er ist in der Milli-Görüs-Zentrale in Kerpen für Jugendarbeit zuständig. (nz)