28.12.2006
Herausgeber: netzeitung.de
Schulunterricht
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Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Die wenigsten Privatschüler gibt es in Schleswig- Holstein. Im Süden Deutschlands ist deren Anteil hingegen am höchsten. Klar ist: Der staatlichen Schule vertrauen immer weniger Eltern.
Immer mehr Schüler in Deutschland lernen an Privatschulen: Seit 1992 stieg die Zahl der Privatschüler um 52 Prozent auf 873.000 im Schuljahr 2005/06, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Donnerstag mitteilte. Von den 12,3 Millionen Schülern in Deutschland wurde damit rund jeder 14. privat unterrichtet. 1992/93 war es noch jeder 20. Auch die Zahl der Privatschulen nahm um fast 44 Prozent auf 4.637 zu.
Besonders viele Privatschüler gibt es in Sachsen und Bayern: Dort lernen mehr als elf beziehungsweise fast zehn Prozent an privaten Schulen. In Schleswig-Holstein sind es dagegen nur 3,3 Prozent.
Deutliche Unterschiede bestehen auch hinsichtlich der Nationalität der Schüler: Während von solchen mit deutscher Staatsangehörigkeit 7,4 Prozent in Privatschulen gehen, sind es von den ausländischen Schülern nur 3,8 Prozent. Auch Schülerinnen gehen mit 8,4 Prozent deutlich häufiger in Privatschulen. Von den Schülern männlichen Geschlechts wurden nur knapp sechs Prozent privat unterrichtet. (AP)