Der ehemalige Bauarbeiter hat nach eigener Darstellung eine kaputte Schulter, einen Bandscheibenschaden sowie nur eine Niere. Panter sagte dazu, aus der arbeitsmedizinischen Praxis sei bekannt, dass es oft von einer Vielzahl von Faktoren abhänge, ob eine Tätigkeit trotz gesundheitlicher Handicaps ausgeübt werden könne. Unterdessen forderte die Stadt Wiesbaden den Langzeitarbeitslosen auf, bis 23. Januar ein ärztliches Attest beizubringen, aus dem hervorgehe, dass er wegen körperlicher Beeinträchtigungen nicht jede Arbeit wahrnehmen könne. Der für Sozialhilfe zuständige Sachgebietsleiter Wolfgang Werner sagte, die Stadtverwaltung wolle nun wissen, wie Frank beruflich eingesetzt werden könne. Parallel dazu habe die Stadt gegenüber dem 37-Jährigen die Teilnahme an einer Eingliederungsmaßnahme in den Arbeitsmarkt angeordnet.An eine Tätigkeit als Altenpfleger, wie von Frank angestrebt, sei derzeit nicht zu denken, sagte Werner: «Wir haben ihm geraten, zunächst seine persönlichen Probleme anzugehen.» Die «Bild»-Zeitung zitierte am Donnerstag die Mutter des 37-Jährigen, Elfriede Frank: «Rico ist Alkoholiker. Trinkt er, dann ist er ungenießbar.» Die Mutter sagte, als Folge seiner Alkoholsucht sei der 37-Jährige aus einer Hollywoodschaukel gekippt und habe sich die Schulter gebrochen. Auch als Altenpfleger habe er aufhören müssen: «Eine Oma war ihm nachts hingefallen, weil er getrunken hatte.»
In der Punk-Szene wurde Frank allmählich zu einer Art Medienstar. Der Mainzer Internetversender punk-shop.com startete eine Homepage auf der «die aktuelle Henrico-Frank-Kollektion» bestellt werden kann. Unter dem Motto «Zieh Dich an, wie Deutschlands frechster Arbeitsloser» können Trikots und T-Shirts mit Aufschriften wie «Arbeitslos und Spaß dabei» bestellt werden. (nz)