Politiker griffen den Wiesbadener Arbeitslosen für sein Verhalten heftig an. «Ich frage mich: Wer schützt eigentlich die Schwachen vor den Faulen», sagte FDP-Chef Guido Westerwelle der «Bild»-Zeitung: «Bei Behinderten und Pflegebedürftigen wird der Mangel verwaltet und solche Kerle zocken ab!» Die Sprecherin der SPD-Linken, Andrea Nahles, sagte dem gleichen Blatt: «Ich kenne zig Arbeitslose, die sich die Finger schlecken würden, wenn sie acht Arbeitsangebote bekämen». Der SPD-Arbeitsmarktexperte Klaus Brandner sagte, das Verhalten Franks bringe arbeitsuchende Arbeitslose in Misskredit.Die Stadt Wiesbaden kündigte unterdessen an, den Fall des Langzeitarbeitslosen genau prüfen zu wollen. Unter den Jobangeboten, die SPD-Chef Kurt Beck dem 37-Jährigen übermittelt habe, seien auch Tätigkeiten, die eine Person mit gesundheitlichen Einschränkungen wahrnehmen könne, sagte die Sprecherin der Stadt, Ilka Gilbert-Rolke. Sollte sich herausstellen, dass Frank die Arbeitsangebote aus reiner Unlust ausschlage, könne dies zu einer Kürzung des Arbeitslosengelds II von bis zu 100 Prozent führen.