Die Spionagesatelliten können laut OHB rund um die Uhr unabhängig von Wetterbedingungen arbeiten. Sie liefern sehr schnell hoch auflösende Radarbilder aus nahezu allen Teilen der Welt. Dazu sollen die 720 Kilogramm schweren SAR-Lupe-Flugkörper die Erde in einer Höhe von etwa 500 Kilometern umkreisen. Die insgesamt fünf Satelliten sind dabei auf drei verschiedenen Umlaufbahnen positioniert. Die Aufklärungssatelliten sollen aber nicht nur der Spionage dienen, sondern auch Erkenntnisse über die Lage von Bundeswehr-Soldaten im Auslandseinsatz liefern, zur Krisenfrüherkennung beitragen und Informationen über Naturkatastrophen liefern.
Deutschland will laut OHB seine Satelliten mit dem französischen Helios-System vernetzen. Die Verteidigungsministerien von Frankreich und Deutschland hätten ein entsprechendes Abkommen geschlossen. Beide Länder könnten nun beide Systeme nutzen. SAR-Lupe soll zehn Jahre funktionieren. (nz)