Netzeitung Logo
 
DruckenVersenden
 

Bundeswehr schießt Spionagesatelliten ins All

19. Dez 2006 17:21
Weltraum (Archivbild)
Bild vergrößern
Der erste deutsche Spionagesatellit ist gestartet. Er kann rund um die Uhr eingesetzt werden - unabhängig von Wetterbedingungen.

Der erste deutsche Aufklärungssatellit für die Bundeswehr ist am Dienstag erfolgreich vom russischen Weltraumbahnhof Plesetsk ins Weltall gestartet. «Der Satellit ist um 15 Uhr und 19 Sekunden super gestartet», sagte Danela Sell, Sprecherin der Firma OHB-System AG in Oberpfaffenhofen.

Die Bremer Firma hat das Projekt nach eigenen Angaben im Auftrag der Bundeswehr umgesetzt. Sell sagte, sie habe den Satelliten per Live-Übertragung aus Russland noch drei Minuten nach dem Start beobachten können. Es habe sich auch bereits erfolgreich der erste Teil der Trägerrakete gelöst. Der erste mögliche Funkkontakt zu dem Satelliten werde am Dienstagnachmittag um kurz nach halb fünf deutscher Zeit erwartet.

Bei dem Satellit handelt es sich um den ersten von insgesamt fünf Aufklärungssatelliten mit dem Fachnamen SAR-Lupe. Die übrigen vier Flugkörper sollen im Abstand von vier bis sechs Monaten gestartet werden. Sie werden mit russischen Kosmos-Raketen ins All geschossen.

Krisenfrüherkennung

Die Spionagesatelliten können laut OHB rund um die Uhr unabhängig von Wetterbedingungen arbeiten. Sie liefern sehr schnell hoch auflösende Radarbilder aus nahezu allen Teilen der Welt. Dazu sollen die 720 Kilogramm schweren SAR-Lupe-Flugkörper die Erde in einer Höhe von etwa 500 Kilometern umkreisen. Die insgesamt fünf Satelliten sind dabei auf drei verschiedenen Umlaufbahnen positioniert.

Die Aufklärungssatelliten sollen aber nicht nur der Spionage dienen, sondern auch Erkenntnisse über die Lage von Bundeswehr-Soldaten im Auslandseinsatz liefern, zur Krisenfrüherkennung beitragen und Informationen über Naturkatastrophen liefern.

Deutschland will laut OHB seine Satelliten mit dem französischen Helios-System vernetzen. Die Verteidigungsministerien von Frankreich und Deutschland hätten ein entsprechendes Abkommen geschlossen. Beide Länder könnten nun beide Systeme nutzen. SAR-Lupe soll zehn Jahre funktionieren. (nz)

 
Drucken
VersendenSocial Bookmark Mister Wong Yigg Google del.icio.us Oneview Webnews
 
Zu weiteren Bildergalerien
Zu weiteren Bildergalerien
Zum Wissenstest

Alle Wissenstests

Zum Wissenstest

Alle Wissenstests

Zum Wissenstest
Sie müssen JavaScript aktiviert und Flash 8 installiert haben, um diese Seite in vollem Umfang nutzen zu können.
 
Zum Wissenstest

Alle Wissenstests

Live Top 5
netzeitung.de auf Ihrer iGoogle-Seite
Aus anderen Ressorts
Zur Autogazette

Geschäftsführer: Josef Depenbrock & Robert Rischke | Chefredakteurin: Domenika Ahlrichs | Impressum | Datenschutz
NZ Netzeitung GmbH · Karl-Liebknecht-Str. 29 · 10178 Berlin · Tel.: 030 23 27 6840 · Fax: 030 23 27 6874
Alle Rechte © 2008 NZ Netzeitung GmbH
 
Vermarktung: DZH Online Media Sales Group GmbH
 
IT & Security by Procado
 
[ai:ti]-Quotes&Charts: IT Future AG
Quellen der Börsendaten: IT Future AG, Standard&Poor's Comstock Inc. und weitere.