12. Dez 2006 07:49
Obwohl Zuwanderer einen bedeutenden Anteil der Bevölkerung stellen, sind sie in den Medien nur unterrepräsentiert, beklagt die Bundes- Integrationsbeauftragte Böhmer. Das müssten vor allem die Sender ändern.
Der Staatsministerin im Kanzleramt arbeiten aber auch zu wenige Migranten in den Funkredaktionen. Ausländer stärker zu repräsentieren, betreffe «auch die Köpfe vor und hinter den Kameras und Mikrofonen». Noch immer gebe es zu wenige Menschen ausländischer Herkunft unter den Journalisten, sagte Böhmer, die auch Mitglied im ZDF-Fernsehrat ist. In Deutschland leben knapp sieben Millionen Ausländer, insgesamt stellen Menschen nichtdeutscher Herkunft einen Bevölkerungsanteil von rund 20 Prozent. Böhmer sprach sich ausdrücklich gegen einen eigenen Fernsehkanal für Zuwanderer aus. Ein Spartenkanal würde dem Anliegen der Integration und dem Integrationsauftrag der öffentlich-rechtlichen Sender nicht gerecht. «Der bisher diskutierte Integrationskanal hat einen entscheidenden Mangel: Er würde nicht integrieren, sondern eher separieren.» (nz)