02.12.2006
Herausgeber: netzeitung.de
Der Grünen-Parteitag in Köln hat ein Programm zum Klimaschutz beschlossen. Die Maßnahmen reichen von der Verkehrsberuhigung bis zur Förderung von Innovationen. Vieles davon sind altbekannte Forderungen der Partei.
Die Grünen haben am Samstag auf ihrem Parteitag in Köln ein umfassendes Programm für mehr Klimaschutz beschlossen. Die wichtigsten Punkte:
TreibhausgaseBis 2020 soll Deutschland seinen CO2-Ausstoß um 40 Prozent, bis 2050 um mindestens 80 Prozent vermindern. Endgültiges Ziel ist der komplette CO2-Verzicht. Die Erderwärmung soll auf maximal zwei Grad begrenzt werden.
VerkehrUm den Öl-Verbrauch zu senken, fordern die Grünen Obergrenzen für den Spritverbrauch von Autos, ein 130-km/h-Tempolimit auf Autobahnen, eine Kerosinsteuer im Flugverkehr, einen Subventions-Stopp für Billigflieger und die LKW-Maut auf Bundesstraßen. Eine City-Maut in geeigneten Kommunen soll den Nahverkehr stärken.
EnergieeffizienzMit Gebäudedämmung, modernen Heizungen, Sonnenkollektoren und Photovoltaik sollen massiv Energie gespart und das Handwerk gefördert werden. Stand-by-Schaltungen sollen verboten, Grenzwerte für Elektrogeräte gesetzt werden.
EnergiemixNeue, hocheffiziente Kohle- und Gaskraftwerke sollen bis zu der kompletten Versorgung aus alternativen Energien akzeptiert werden. Wind-, Wasser-, Sonnen- und Bioenergie sowie Erdwärme sollen ausgebaut werden. Für Energiepflanzen wie Raps oder Mais dürfe weder der Regenwald gerodet noch Gentechnik verwendet werden.
Ökosteuer und SubventionenDer Ökosteuerkurs soll aufkommensneutral fortgesetzt werden. Umweltschädliche Subventionen sollen abgebaut, im Gegenzug umweltfreundliche Autos und Geräte gefördert werden. Umweltvorgaben sollen als Anreiz für die Entwicklung neuer Technologien Selbstverpflichtungen der Industrie ablösen. (dpa)