01. Dez 2006 14:43
Sachsens CDU-Chef Milbradt gibt dem Bundestagsabgeordneten Nitzsche nach dessen heftig kritisierten Äußerungen auf einer Parteiveranstaltung noch eine letzte Chance. Der Kritisierte verteidigte sich zunächst.
Milbradt zeigte sich zutiefst empört über Nitzsches Auftritt. «Er hat unserem Bemühen um einen aufgeklärten Patriotismus einen Bärendienst erwiesen.» Mit seinen Worten hatte der Ostsachse Nitzsche bereits für heftige Kritik gesorgt: Politiker auch aus der eigenen Partei forderten ihn in den letzten Tagen zur Mäßigung auf, Sachsens Ex-Innenminister Heinz Eggert verlangte, die Parteiführung solle sich mit dem Fall befassen.
Der Vorfall wird für den Bundestagsabgeordneten zunächst keine innerparteilichen Folgen haben. Der Vorsitzende der sächsischen CDU-Landesgruppe im Bundestag, Michael Luther, sagte dem Nachrichtensender N24, es sei nicht an parteirechtliche Konsequenzen gegen den 47-Jährigen gedacht. Allerdings habe man mit Nitzsche am Donnerstag «ein sehr ernstes Wort gesprochen», weil er mit seinen Bemerkungen der CDU geschadet habe.