Der Gewerkschaftschef plädiert für wirksamere Maßnahmen. «Wir brauchen ein Strafmaß ähnlich dessen der Kinderpornografie, auf jeden Fall so hoch, dass keiner glauben kann, er werde sowieso nicht erwischt.» Parallel zum Verbot Gewalt verherrlichender Spiele müssten Eltern und Schulen den Kontakt zu den Kinder und Jugendlichen verbessern. Die Kinder seien zu oft sich selbst überlassen, die Medienkompetenz der Eltern gering. «Viele Eltern wissen gar nicht, was Sohn oder Tochter am Computer so treiben». Auch entwickle sich das Wesen der Kinder und Jugendlichen, unbemerkt von den Eltern, in eine gefährliche Richtung. «Sie wissen nicht, wie sich ihr Kind von Woche zu Woche verändert und sich schließlich ein Ventil öffnet wie in Emsdetten.» Eltern und Schulen dürften sich nicht allein gelassen fühlen. Wir müssen Kindern und Jugendliche Alternativen bei der Freizeitgestaltung bieten. (nz)