Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Jürgen Rüttgers (CDU) ist persönlich nach Emsdetten gereist, um gemeinsam mit Schulministerin Barbara Sommer (CDU) die verletzten Schüler im Krankenhaus zu besuchen. «Es wird noch lange Zeit dauern, bis sie dieses furchtbare Ereignis aufgearbeitet haben», sagt Rüttgers. Am schwersten verletzt wurde der Hausmeister der Schule, der seine erste Operation in einer Klinik in Münster gut überstanden hat. Eine im Gesicht verletzte schwangere Lehrerin hat mittlerweile das Krankenhaus verlassen.Wie vom Schlag getroffen fühlen sich auch Nachbarn des Amokschützen. «Er ist immer zuvorkommend und höflich gewesen», sagt eine 42 Jahre alte Nachbarin, die mit den Eltern des 18-Jährigen befreundet ist. «Die Eltern haben immer alles für ihren Sohn getan.» Diese hat die Nachricht über den Amoklauf schwer mitgenommen. Sie werden ärztlich behandelt. «Die Familie tut mir unendlich leid», sagt Rengers. «Die Eltern haben einen Sohn verloren - das darf man nicht vergessen.»
Jemand, der ein Schild auf dem Schulhof anbrachte, hatte den gleichen Gedanken: «Lasst die Familie in Ruhe», heißt es dort. Doch am Tag danach blickt manch einer bereits nach vorne. Ein zweites Plakat trägt die Aufschrift: «Es ist passiert - wir können es nicht ändern.« (dpa)