18. Nov 2006 18:00
Die NPD hat weitaus größere Geld-Schwierigkeiten als bisher bekannt. Immobilien, mit denen die rechtsextreme Partei Rückforderungen absichern wollte, sind bereits erheblich belastet.
Laut aktuellen Grundbuchauszügen seien für die Berliner NPD-Zentrale und drei parteieigene Grundstücke im rheinland-pfälzischen Derschen derzeit eine Hypothek und Grundschulden in Höhe von insgesamt 680.000 Euro eingetragen, berichtet «Der Spiegel». Diese Summe übersteige den Wert der Immobilien. In ihrem jüngsten Rechenschaftsbericht beziffere die NPD ihr «Haus- und Grundvermögen» auf knapp 590.000 Euro. Wegen der Finanzmisere musste laut Kemna bereits mehreren NPD-Mitarbeitern «betriebsbedingt gekündigt» werden.Der Bundestag verlangt von der NPD 870.000 Euro aus der staatlichen Parteienfinanzierung zurück. Grund sind Unregelmäßigkeiten bei Spenden in der thüringischen NPD. (nz)