netzeitung.deNRW droht Millionenzahlung an Familie Flick

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Friedrich Karl Flick (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Friedrich Karl Flick
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Das Land Nordrhein-Westfalen muss möglicherweise 75 Millionen Euro an die Erben des jüngst verstorbenen Milliardärs Flick zahlen. Grund ist laut einem Zeitungsbericht die Verjährung einer vor langem von Flick bezahlten Strafe.

In Verhandlungen mit Vertretern der Familie Flick versuchen Finanzbeamte in Düsseldorf nach einem Bericht des Magazins «Spiegel» seit Wochen, einen Millionen-Schaden für das Land Nordrhein-Westfalen abzumildern. Hintergrund sei eine Selbstanzeige des kürzlich gestorbenen Multimilliardärs Friedrich Karl Flick aus dem Jahre 1998, berichtet das Nachrichtenmagazin.

Damals hatte Flick Steuerhinterziehung im großen Umfang eingestanden und 150 Millionen D-Mark (76,7 Millionen Euro) an das Finanzamt gezahlt. Die Überprüfung des Falls zog sich aber über Jahre hin, und Flick forderte laut «Spiegel» noch kurz vor seinem Tod wegen Verjährung sein Geld zurück. Deshalb müsse das Land nun möglicherweise rund 75 Millionen Euro an die Erben zahlen. Eine Sprecherin des NRW-Finanzministeriums wollte zu dem Bericht keine Stellung nehmen: «Wir unterliegen dem Steuergeheimnis», sagte sie am Samstag in Düsseldorf.

Die ermittelnden Steuerfahnder vermuteten laut «Spiegel» weitere Summen auf amerikanischen Flick-Konten. Die Suche danach sei misslungen, Rechtshilfeersuchen zusammen mit der Düsseldorfer Staatsanwaltschaft seien gescheitert und die Vernehmung eines wichtigen Zeugen in den USA sei nie zu Stande gekommen. Über diese Ermittlungen seien die strafrechtlich relevanten Vorwürfe gegen Flick verjährt. Der Milliardär habe darum noch kurz vor seinem Tod über Berater die Millionen aus dem noch offenen Steuerverfahren zurückgefordert. Ob und wie viel zurückgezahlt werden muss, verhandle derzeit eine Expertengruppe. (nz)