«Ich habe es auch satt, ein 'Syrer mit deutschem Pass' zu sein, der seinem miesepetrigen Gastvolk dafür danken soll, dass ihm die Erfüllung des »deutschen Bürgertraums« gewährt wurde.» Aber das Leben eines Professors «an der Provinzuniversität Göttingen als 'deutschen Bürgertraum' zu bezeichnen, ist erbärmlich.» Tibi klagt in dem Gastbeitrag zudem Kritik an seiner Arbeit als Religionswissenschaftler. Fachkollegen hätten ihn öffentlich als «als schwer integrierbar» und als «Schwachstelle» bezeichnet. Er frage sich auch, was er in einem Land noch solle, «wenn nach 40 Jahren des Schaffens an einem modernen Islam, an Konzepten der Integration und an einem zivilgesellschaftlichen Konsens meine Bücher als 'semi- wissenschaftlich' tituliert werden». In eine deutsche Professorenschaft komme man als Ausländer kaum je hinein, meint Tibi. (nz)