25.09.2006
Herausgeber: netzeitung.de
Gilek Yilmaz
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Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Muslimische Lehrerinnen dürfen in Schleswig-Holstein weiter ein Kopftuch tragen, wenn sie es wollen. Bildungsministerin Erdsiek-Rabe konnte sich mit einem Verbot nicht durchsetzen.
Die Spitzenvertreter von CDU und SPD in Schleswig-Holstein haben sich darauf geeinigt, kein Verbot religiöser Symbole in das neue Schulgesetz aufzunehmen. Das teilte das Kieler Bildungsministerium am Montag mit.
Bildungsministerin Ute Erdsiek-Rave (SPD) hatte in Absprache mit der CDU zuvor für ein solches Verbot von religiösen Symbolen im Schulen plädiert. Anlass dafür war die Muslimin Gilek Yilmaz, die im Februar als Referendarin für Mathematik und Französisch in Schacht-Audorf bei Rendsburg mit Kopftuch erschienen war.
Die Verpflichtung der Lehrkräfte zur religiösen Neutralität bleibe aber bestehen, sagte Ministeriumssprecher Lars Langenau. Ein Verzicht auf religiöse Symbole könne im Einzelfall von der Schulleitung angeordnet werden, wenn Schüler oder Eltern sich beschweren und der Schulfriede durch religiöse Propaganda gestört wird.
Die Nordelbische Evangelisch-Lutherische Kirche und das katholische Erzbistum Hamburg äußerten ihre Zustimmung zu der Entscheidung. Durch den Verzicht auf das Verbot sind auch christliche Symbole weiterhin in Schulen zugelassen. (nz)