25.09.2006
Herausgeber: netzeitung.de
Geschwisterparteien verlieren an Zustimmung: CDU-Chefin Angela Merkel und CSU-Chef Edmund Stoiber
Quelle: Deutsche Presse-Agentur GmbH
Die Union ist in der Wählergunst hinter die SPD zurückgefallen. Einen derart niedrigen Wert hatten Demoskopen zuletzt Anfang 2000 gemessen.
Der Streit innerhalb der Union über die Gesundheitspolitik schreckt offenbar viele Anhänger ab. Wie eine Forsa-Umfrage im Auftrag des Senders RTL ergab, sind CDU und CSU in der Wählergunst sogar erstmals seit dem Bestehen der Großen Koalition hinter die SPD zurückgefallen.
Die Zustimmung der Union bei den Wählern sank demnach um drei Punkte auf 29 Prozent. Einen derart niedrigen Wert hatten die Forsa-Demoskopen das letzte Mal während der Parteispendenaffäre Anfang 2000 gemessen. Die SPD konnte sich dagegen um drei Punkte auf 30 Prozent verbessern.
Laut der Umfrage würden 38 Prozent der Unionswähler vom September 2005 ihre Stimme derzeit nicht mehr CDU oder CSU geben. Die FDP steht in der Wählergunst unverändert bei 15, die Linkspartei (PDS) bei zehn Prozent. Die Grünen mussten im Vergleich zur Vorwoche einen Punkt abgeben und kommen auf neun Prozent.
Nach Ansicht von Forsa sind die Unionsanhänger offenbar durch die Landtagswahlen in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern verunsichert worden.
An der Umfrage beteiligten sich 2499 Personen. Die Fehlertoleranz beträgt plus/minus 2,5 Punkte. (nz)