24.09.2006
Herausgeber: netzeitung.de
Erstklässler in München
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Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Der Philologenverband warnt davor, dass Deutschland die Lehrer ausgehen. Die Zahl der fehlenden Pädagogen sei seit dem Vorjahr um 40 Prozent gestiegen.
Der Deutsche Philologenverband hat vor der «weiteren drastischen Verschärfung» des Lehrermangels in Deutschland gewarnt. Laut Berechnung des Verbandes sei die Zahl der fehlenden Lehrer von 10.000 im Vorjahr auf 14.000 bis 16.000 angestiegen, berichtete die «Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung».
In diesem Schuljahr fallen demnach deutschlandweit jede Woche etwa eine Million Unterrichtsstunden aus. Am stärksten betroffen seien berufliche Schulen und Hauptschulen, sagte der Verbandsvorsitzende Heinz-Peter Meidinger. Was die Fächer betrifft, so stünde es um Mathematik, Physik, Latein und Religion am Ärgsten.
Zwar sei die Lage in den Bundesländern sehr unterschiedlich, teilte der Verband mit. Insgesamt befänden sich Deutschlands Schulen aber derzeit in «der größten Lehrerversorgungskrise» seit mehr als 30 Jahren. Das liege zum einen an der derzeitigen «Pensionierungswelle», zum anderen gebe es immer weniger neue Lehrer, weil der Beruf vielen jungen Menschen zu unattraktiv scheine.
Meidinger zeichnet eine düstere Perspektive: Ihm zufolge wird sich an der prekären Lage auch in den nächsten fünf bis zehn Jahren nichts ändern. (nz)