Bisher bietet die Stadt 2,5 Millionen Euro, Mergel verlangte nach früheren Angaben 3,4 Millionen Euro. Zum ersten Mal deutete Mergel an, wie hoch die Schulden auf dem Objekt sind, nämlich 1,9 Millionen Euro. Mergel erklärte, Rieger sei auch nach dem juristischen Kniff weiter an dem Hotel interessiert. Das habe er ihm telefonisch bestätigt.Am Dienstag will sich der Verwaltungsrat der Stadt Delmenhorst erneut mit dem Fall befassen. Das Hotel mitten in Delmenhorst steht seit 15 Monaten leer, Mergel sucht dafür seit langem einen Käufer. Nach eigenen Angaben lag ihm ein Angebot von Rieger über die von ihm zunächst geforderten 3,4 Millionen Euro vor. Der Neonazi-Anwalt wollte in dem Gebäude ein Schulungszentrum für Gesinnungsgenossen errichten.
Die Stadt Delmenhorst hatte in der vergangene Woche 2,5 Millionen Euro für das Hotel geboten, nachdem der Verkehrswert ermittelt worden war. Der Betrag setzt sich aus 1,6 Millionen Euro Geld der öffentlichen Hand sowie 900.000 Euro an Spenden zusammen. Die Spenden hatte eine Bürgerinitiative für den eigenen Ankauf gesammelt, um die Übergabe des Hotels an NPD-Mitglied Rieger abzuwehren. (nz)