netzeitung.deMerkels Popularität schwindet

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Angela Merkel (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Angela Merkel
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Außenminister Steinmeier und Innenminister Schäuble sind die beliebtesten Politiker. Eine Umfrage ergab zudem, dass die Mehrheit der Deutschen mit der von ihr gewählten Partei unzufrieden ist.

Bundeskanzlerin Angela Merkel verliert an Popularität. Das ergab die Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Infratest dimap für den ARD-Deutschlandtrend. Mit 54 Prozent Zustimmung verlor Merkel zwei Prozentpunkte und rutschte auf Platz drei in der Liste der beliebtesten Politiker.

Der beliebteste Politiker ist wie im Vormonat Außenminister Frank-Walter Steinmeier, der die Zustimmung zu seiner Arbeit sogar um sechs Prozentpunkte auf 65 Prozent ausbauen konnte.

Innenminister Wolfgang Schäuble legte um fünf Prozentpunkte zu und erfuhr mit 63 Prozent die höchste Zustimmung zu seiner Arbeit seit acht Jahren.

Platzeck und Wowereit beliebt
Erstmals wurde in diesem ARD-Deutschlandtrend auch die Zustimmung zu allen 16 Regierungschefs der Länder gemessen. Diese Liste wird von drei SPD-Ministerpräsidenten angeführt. Auf Platz eins stehen der brandenburgische Ministerpräsident Matthias Platzeck und der Berliner Bürgermeister Klaus Wowereit, mit deren Arbeit bundesweit je 53 Prozent der Deutschen einverstanden sind.

Der rheinland-pfälzische Regierungschef und SPD-Bundesvorsitzende Kurt Beck kommt auf 51 Prozent. Der niedersächsische und der nordrhein-westfälische Ministerpräsident, Christian Wulff und Jürgen Rüttgers (beide CDU), liegen mit 44 beziehungsweise 42 Prozent Zustimmung in etwa gleichauf, wobei Rüttgers deutlich zulegen konnte.

Der Hamburger Bürgermeister Ole von Beust (CDU) erreicht 39 Prozent und der hessische Ministerpräsident Roland Koch (CDU) 35 Prozent. Auf den letzten Plätzen in der Beliebtheitsskala der Ministerpräsidenten liegen Edmund Stoiber (Bayern, CSU, 23 Prozent), Harald Ringstorff (Mecklenburg-Vorpommern, SPD, 22 Prozent) sowie Jens Böhrnsen (Bremen, SPD, 16 Prozent).

Unzufrieden mit der Partei
Was die Umfrage außerdem ergab: Etwas mehr als die Hälfte der Deutschen ist von der Partei enttäuscht, der sie bei der letzten Bundestagswahl ihre Stimme gegeben haben. 53 Prozent der für den ARD-Deutschlandtrend Befragten sagten das.

Nur 27 Prozent gaben an, dass sich ihre Erwartungen an «ihre» Partei erfüllt hätten. Vor allem SPD-Wähler sind laut der Umfrage unzufrieden. 67 Prozent der SPD-Wähler und 51 Prozent der Unions-Wähler äußerten sich ein Jahr nach der Bundestagswahl von ihrer Partei enttäuscht.

CDU und SPD verlieren
Mehrheitlich zufrieden seien mit 51 Prozent allein Wähler der FDP. Als häufigsten Grund für ihre Enttäuschung nannten 29 Prozent der 1000 repräsentativ Befragten nicht eingehaltene Wahlversprechen. Die Frage, ob sie sich noch einmal für diese Partei entscheiden würden, verneinten 33 Prozent der SPD- und 22 Prozent der Unions-Wähler.

Bei der Sonntagsfrage («Welcher Partei würden Sie Ihre Stimme geben, wenn Sonntag Bundestagswahl wäre?») büßten CDU und SPD je einen Prozentpunkt ein und kamen auf 34 beziehungsweise 28 Prozent der Stimmen. Die FDP erreichte mit 14 Prozent den besten je von Infratest dimap für sie gemessenen Wert.

Unverändert blieben die Grünen (zehn Prozent), die Linke.PDS (neun Prozent) und die Sonstigen mit fünf Prozent. (nz)