03.09.2006
Herausgeber: netzeitung.de
Angela Merkel
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Bundeskanzlerin Merkel hat im Atomstreit mit dem Iran eine «militärische Option» ausgeschlossen. Der Regierung in Teheran müsse aber auf diplomatischem Wege deutlich gemacht werden, dass «die Regeln eingehalten werden müssen».
Im Konflikt mit dem Iran um sein Atomprogramm muss die internationale Staatengemeinschaft nach Ansicht von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) den diplomatischen Druck erhöhen. «Ich sage allerdings auch ganz ausdrücklich: diplomatisch; eine militärische Option gibt es nicht», sagte Merkel in der ARD-Sendung «Bericht aus Berlin», die an diesem Sonntag ausgestrahlt wird.
Die Staatengemeinschaft hatte den Iran aufgefordert, bis Ende August die Urananreicherung einzustellen und dafür Angebote an das Land gemacht. Der Iran hatte dies abgelehnt und das Ultimatum verstreichen lassen.
«Das Angebot war gut, aber die internationale Staatengemeinschaft wird über weitere Schritte nachdenken», sagte Merkel. «Die Frist ist verstrichen und deshalb kann es nicht genau so weitergehen.» Zugleich betonte sie: «Natürlich bleibt die Tür zu Verhandlungen offen, wenn der Iran sich besinnt. Aber wir werden auch nachdenken müssen darüber, wie kann man dem Iran deutlich machen, dass die Abkommen und die Regeln eingehalten werden müssen.»(nz)