Linke verlangt Untersuchung gegen Israel
31.08.2006
Herausgeber: netzeitung.de
Ministerin Wieczorek-Zeul handelte sich mit ihrer Forderung herbe Kritik des Zentralrats der Juden ein. Unterdessen beklagte selbst die Uno, Israel habe die umstrittene Streumunition abgeworfen, deren Überreste auch nach langer Zeit noch explodieren können.
Außenpolitiker Paech verteidigte die Kampfstrategie der Hisbollah gegen Kritik, die Miliz habe ihre Raketen inmitten von Zivilisten platziert, um ihre Stellungen vor israelischen Bomben zu schützen. «Das mag in einzelnen Fällen so gewesen sein, es war aber auch eine Frage der territorialen Möglichkeiten», sagte Paech, der vor wenigen Wochen selbst in die Konfliktregion gereist war.
Paech sprach sich zudem für einen generellen Stopp von Waffenlieferungen an die Parteien des jüngsten Nahostkonfliktes aus. Es könne nicht sein, dass Israel «U-Boote erhalten soll, die atomtauglich sind», zugleich jedoch Waffenlieferungen an die libanesische Seite verhindert werden sollen. Diese Strategie sei «ungleichgewichtig» und «untauglich», den Friedensprozess voranzubringen. Um die Balance der Kräfte in der Region zu stabilisieren, müsse israelische Truppen schnellstens vollständig aus dem Südlibanon abziehen. Die libanesische Armee müsse weiterhin schnellstens die Hisbollah-Miliz integrieren.
Für das Web ediert von Tilman Steffen

