Der Vorsitzende des Bundestags-Innenausschusses, Sebastian Edathy (SPD), trat für eine pragmatische Lösung ein. Nach seinen Erkenntnissen wollten die Sicherheitsbehörden selbst bestimmen, wer auf ihre Informationen zugreift. «Es muss zügig entschieden werden», sagte Edathy im ZDF. Ob Stichworte oder kompletter Datensatz sollte den Nachrichtendiensten selbst überlassen sein.Nach einem Bericht der «Bild»-Zeitung soll die Bundespolizei keinen Zugriff auf die Anti-Terror-Datei erhalten. Das Bundesinnenministerium wollte sich dazu nicht äußern. Die geplante Datei soll allen Geheimdiensten sowie den Landeskriminalämtern, dem Bundeskriminalamt und dem Zollkriminalamt zur Verfügung stehen.
Die Grünen-Vorsitzende Claudia Roth kritisierte die Unionsvorstöße und mahnte zur Besonnenheit. Es sei ein Unterschied, ob Ängste ernst genommen oder geschürt werden, sagte sie. Es dürfe kein Generalverdacht gegen Muslime geschürt werden.(nz)