netzeitung.deTerrorhintergrund bei Kofferbomben vermutet

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Ermittler mit einer vergleichbaren Gasflasche, wie sie in einem der Bombenkoffer enthalten war (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Ermittler mit einer vergleichbaren Gasflasche, wie sie in einem der Bombenkoffer enthalten war
Foto: dpa
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Mit den in zwei Zügen gefundenen Kofferbomben sollte nach Erkenntnissen von Sicherheitsexperten ein Terroranschlag verübt werden. Auf einem Überwachungsvideo ist ein Verdächtiger zu sehen.

Sicherheitsexperten gehen laut einem Bericht der «Süddeutschen Zeitung» davon aus, dass mit den in Dortmund und Koblenz gefundenen Kofferbomben «mit großer Wahrscheinlichkeit» ein Terroranschlag verübt werden sollte.

Auch die «Bild»-Zeitung berichtete, dass auf Aufnahmen einer Video-Überwachungskamera ein Mann zu sehen sei, der mindestens einen der Koffer abgelegt hat. Die Polizei habe den Verdächtigen bereits identifiziert, Einzelheiten zu seiner Person und seinen Motiven seien den Ermittlern aber noch nicht bekannt, hieß es.

Der Mann befindet sich demnach noch auf freiem Fuß. Die Fahnder hätten zudem Hinweise darauf, dass der Täter bei den Vorbereitungen einen Helfer gehabt habe.

Gleichzeitige Zündung geplant
Die beiden Gepäckstücke mit Glasflaschen und Zündmechanismen waren am 31. Juli in Regionalzügen sichergestellt worden. Die Ermittlungen in dem Fall hat das Bundeskriminalamt im Auftrag des Generalbundesanwaltes übernommen.

Nach dem Ergebnis der bisherigen Ermittlungen hätten beide Sprengsätze zur selben Zeit gezündet werden sollen, berichtete die Zeitung. Ihre Sprengkraft sei vergleichbar zu der beim U-Bahn-Anschlag von London im Sommer 2005 gewesen. Ein Zusammenhang mit dem Krieg im Libanon wurde nicht gesehen. (nz)