Innenminister über Anti-Terror-Datei einig
Die Datenbank ist als Nachschlagewerk für sämtliche Verfassungsschutzbehörden, den BND, die Landeskriminalämter und das Zollkriminalamt gedacht. Sie soll nicht nur verdächtige Personen und Vereinigungen verzeichnen, sondern auch Stiftungen und Unternehmen mit möglichen Verbindungen ins islamistische Milieu. Ermittler rechnen damit, dass mehrere tausend Betroffene erfasst werden.
Dabei geht der Entwurf wesentlich weiter als ursprünglich vom Bund geplant, so der «Spiegel». Neben persönlichen Daten sollen auch Informationen über Bank-, Telefon- und Internetverbindungen, Führerscheindaten und Kontaktpersonen von Verdächtigen verzeichnet werden. Dies hatten einige unionsgeführte Länder gefordert. Vor allem die Geheimdienste fürchteten eine unkontrollierte Verbreitung vertraulicher Details. Der Kompromiss sieht nun laut «Spiegel» eine «beschränkte und verdeckte Speicherung» vor, bei der die Geheimdienste selbst entscheiden können, welcher Behörde sie die Daten zugänglich machen. (nz)

