SPD- Landesinnenminister Holger Hövelmann bezeichnete den Vorfall in Pretzien laut «Tagesspiegel» im MDR-Hörfunk als «Angriff auf die menschliche Kultur». Der Direktor des Anne-Frank-Zentrums Berlin sprach von einem «ungeheuerlichen Vorgang» und erstattete Anzeige. Der Landesverband der Linkspartei bekundete, er sehe «ein ernstes Zeichen für die Gefährdung der Zivilgesellschaft». Selbst die Staatsanwaltschaft zeigte sich von dem Vorfall entsetzt: Er könne sich nicht erinnern, so etwas schon einmal erlebt zu haben, sagte Ermittler Uwe Hornburg. Die Linkspartei ist von dem Vorfall besonders hart getroffen – Pretziens Bürgermeister Friedrich Harwig - selbst Parteimitglied - habe zugeschaut, als Anne Franks Tagebuch ins Feuer flog, hieß es. Die Linkspartei forderte Harwig zum Austritt auf, dem sei er nachgekommen. Das Bürgermeisteramt habe er jedoch noch inne. (nz)