30. Jun 2006 19:12
Der Wehrbeauftragte des Bundestags hat scharfe Kritik an der finanziellen Ausstattung der Truppe geübt. Der «Griff ins Portemonnaie der Soldaten» werde den wachsenden Anforderungen nicht gerecht.
«Den Streitkräften steht für das, was sie leisten sollen, zu wenig Geld zur Verfügung», kritisierte Robbe. Der «Griff ins Portemonnaie» demotivierte die Soldaten, die «Mangelverwaltung» sei auf Dauer nicht hinnehmbar. Als Beispiel führte er an, es gebe nicht genug geschützte Fahrzeugen für die Eingreif-Verbände.Robbe hatte seinen Bericht im März veröffentlicht. In der 70-seitigen Studie werden rund 5600 Beschwerden von Soldaten aufgelistet, unter anderem über finanzielle Einbußen, mangelnde Aufstiegschancen, Missstände in der ärztlichen Versorgung, Gewalt, Diskriminierung und Rechtsextremismus.
Die Opposition schloss sich der Kritik an. Katrin Kunert von der Linksfraktion sagte: «Es wird viel Geld in neue Technik investiert, während man bei den Soldaten knausert.» Der Grüne Winfried Nachtwei sprach von einer wachsenden Schere zwischen der Belastung und dem Risiko für die Soldaten und ihrer Besoldung. (nz)