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Hooligans als Ordner bei WM-Festen

18. Jun 2006 15:54
Hooligans
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Bei Festen am Rande der Fußball-WM in Berlin sind der Polizei Hooligans aufgefallen, die als Ordner auftraten. Am Abend des Eröffnungsspiels wäre es beinahe zu einer Schlägerei zwischen Sicherheitspersonal und gewaltbereiten Fußball-Fans gekommen.

Von Ordner bei Veranstaltungen der Fußball-Weltmeisterschaft in Berlin gehen offenbar erhebliche Sicherheitsgefahren aus. Bei Berliner WM-Festen habe die Polizei entdeckt, dass sich unter dem Sicherheitspersonal Hooligans befunden hätten, berichten der «Tagesspiegel» und der Rundfunks Berlin-Brandenburg (RBB). Die Krawallmacher seien auf der Fanmeile am Brandenburger Tor sowie bei einer Public-Viewing-Veranstaltung am Stadtrand aufgefallen.

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Bereits am Abend des Eröffnungsspiels der WM am 9. Juni habe die Polizei am Rande der Fanmeile eine Schlägerei zwischen sächsischen Hooligans mit Security-Ausweisen und gewaltbereiten Berliner Fußballfans verhindern können. Sechs Männer in schwarzer Ordnerkluft hätten das Fest-Areal verlassen und zehn Hooligans des Vereins BFC Dynamo verfolgt, heißt es. Die Polizei konnte demnach die Ordner abfangen und schickte sie zur Meile zurück.

Vier Tage später leitete das Landeskriminalamt eine Überprüfung aller 400 Ordner ein, die auf der von hunderttausenden Fans besuchten Meile tätig sind. Ebenfalls am 9. Juni schöpfte der Polizei bei der Überprüfung des Sicherheitsdienstes, der für eine Public-Viewing-Veranstaltung im Berliner Ortsteil Alt-Karow verantwortlich ist, verdacht. Unter den Ordnern war ein Mann, der sich im November 2005 an einer Massenschlägerei zwischen deutschen und polnischen Hooligans nahe Frankfurt an der Oder beteiligt hatte.

Aufenthaltsverbot für Dauer der WM

Am 14. Juni wurde der Hooligan wieder als Ordner bei dem WM-Fest angetroffen - mit einem Schläger, der auch an der Prügelei vor einem halben Jahr dabei war und jetzt ebenfalls zum Security- Personal gehört.

Nach Informationen von Tagesspiegel und RBB hält die Polizei beide Hooligans für so gefährlich, dass sie ihnen den Aufenthalt in der gesamten Berliner Innenstadt während der WM verbot. Die Männer stünden auch in der bundesweiten Datei «Gewalttäter Sport», hieß es in Sicherheitskreisen. In der Datei sind 7000 Hooligans gespeichert, die bei Straftaten aufgefallen sind. (nz)

 
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