16.06.2006
Herausgeber: netzeitung.de
Franz Josef Jung
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Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Verteidigungsminister Jung hält Spekulationen um mögliche Schießereien zwischen Bundeswehr und Kindersoldaten für unnötig. Denn im Einsatzgebiet der Deutschen soll es keine geben.
In der Debatte um eine mögliche Konfrontation der Bundeswehr mit Kindersoldaten im Kongo hat Verteidigungsminister Franz Josef Jung (CDU) Schüsse auf Kinder ausgeschlossen. Die deutschen Soldaten würden gar nicht erst in eine Situation kommen, in der sie auf Kinder schießen müssten, sagte er der «Berliner Zeitung»: «Unser Mandat ist auf den Raum Kinshasa beschränkt. Dort sind keine Kindersoldaten.»
Der Oberkommandierende der EU-Truppe für den Kongo, Karlheinz Viereck, hatte in dieser Woche gesagt, die internationalen Soldaten würden notfalls auch auf Kinder schießen, wenn diese eine Bedrohung darstellten.
Minister Jung will die Bundeswehrsoldaten in der Demokratischen Republik Kongo erstmals Anfang Juli besuchen. «Ein weiterer Termin steht nach den Wahlen an», sagte er. Jung betonte, die Rahmenbedingungen für den Einsatz seien günstig. Der Einsatz erfolge mit Zustimmung der kongolesischen Regierung. Zudem seien die deutschen Soldaten «gut ausgebildet, hervorragend ausgerüstet und hochmotiviert». (nz)