netzeitung.deMerkel meint es «absolut ernst» mit Iran

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Jacques Chirac und Angela Merkel in Rheinsberg (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Jacques Chirac und Angela Merkel in Rheinsberg
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Das Angebot des EU-Außenbeauftragten Solana an den Iran sei ein Schritt hin zu einer Lösung des Atomstreits, haben Kanzlerin Merkel und Frankreichs Präsident Chirac in Rheinsberg gesagt. «Wir hoffen auf eine positive Reaktion.»

Bundeskanzlerin Angela Merkel und Frankreichs Staatschef Jacques Chirac haben mit Nachdruck an die Regierung in Teheran appelliert, im Streit um das iranische Atomprogramm auf das internationale Angebot einzugehen. «Wir meinen es absolut ernst», sagte Merkel am Dienstag in Rheinsberg. «Wir hoffen auf eine positive Reaktion.»

Chirac und sie selbst hätten ein breites Interesse an einer diplomatischen Lösung dieses Streits, betonte sie. Das Angebot, dass der EU-Außenbeauftragte Javier Solana am Vormittag an Iran übergeben habe, sei ein «zusätzlicher Schritt zu einer Verhandlungslösung im Atomstreit» mit dem Land.

Solana habe dem Iran ein Angebot des Europäischen Rates unterbreitet sowie die Bereitschaft der USA übermittelt, an den Verhandlungen teilzunehmen, wenn die Regierung in Teheran die Urananreicherung aussetze, sagte Merkel. Die Initiative sollte erneut dokumentieren, dass der Westen an einer Verhandlungslösung interessiert sei. Es gehe nicht darum, dem Iran die friedliche Nutzung der Kernenergie zu untersagen. Vielmehr gehe es um Transparenz und die Einhaltung der Regeln der internationalen Atomenergiebehörde IAEA.

Das informelle Treffen in Rheinsberg diente der Vorbereitung des nächsten EU-Gipfels Mitte Juni in Brüssel. An den Beratungen nahmen auch die beiden Außenminister, Philippe Douste-Blazy und Frank-Walter Steinmeier, teil. (nz)