Zu dem umstrittenen Kongo-Einsatz der Bundeswehr sagte Gertz erneut, es handele sich um «politischen Showbusiness mit militärischen Mitteln». Es gebe eine europäische Afrikastrategie. «Sie wird nur nicht konsequent umgesetzt. Wir erzählen unseren Bürgern und den Menschen im Kongo, wir kämen besuchsweise für vier Monate, machen uns dann wieder aus dem Staub und trotzdem sei alles gut», so der Chef des Bundeswehrverbands. Dabei müsste der Kongo als zentraler Ankerpunkt für eine Stabilisierung Afrikas genutzt werden. «Die Durchführung eines Wahlgangs macht aus dem Milliardär Kabila noch keinen Demokraten», so Gertz. «Wir setzen unsere Soldaten einem Risiko aus, können ihnen aber nicht glaubwürdig vermitteln, dass der Einsatz Sinn macht.» (nz)