| | | | | Boßdorf setzt sich im Stasi-Streit durch30. Mai 2006 22:08  |  Stasiakten
| Foto: dpa |
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Im Streit mit dem Historiker Knabe um seine Stasi-Kontakte hat der ARD-Sportkoordinator Boßdorf Terrain gutgemacht. Anlass war eine Behauptung um die Übergabe von Privatpost.
Der ARD-Sportkoordinator Hagen Boßdorf hat sich im Rechtsstreit mit dem Historiker und Stasi-Forscher Hubertus Knabe durchgesetzt. Das Hamburger Landgericht bestätige eine Einstweilige Verfügung vom März, wie Boßdorfs Anwaltskanzlei am Dienstag in Potsdam mitteilte. Demnach wird Knabe verboten, den Eindruck zu erwecken, Boßdorf habe dem Ministerium für Staatssicherheit Privatpost übergeben. Bei Zuwiderhandlung drohe eine Ordnungshaft oder ein Ordnungsgeld bis zu 250.000 Euro, hieß es.
Boßdorf hatte nach Unterlagen der Stasi-Akten-Behörde als Student Ende der 1980er Jahre als «IM Florian Werfer» für die Stasi gearbeitet. Bei seiner Ernennung zum ARD-Sportkoordinator 2002 hatte er erklärt, diese Tätigkeit sei nur sehr zurückhaltend gewesen. Daran waren Ende 2005 Zweifel aufgekommen. In der Folge hatte der NDR eine Beendigung des Vertrages beschlossen, wonach Boßdorf Nachfolger von NDR-Sportchef Gerhard Delling werden sollte. Boßdorf hatte im Februar zudem eine Abmahnung erhalten. Die Prüfung Boßdorfs hatte sich lang hingezogen und war erst durch öffentlichen Druck intensiviert worden. (nz)
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